In dieser Rubrik finden Sie die Tiere, die besonders dringend ein Zuhause suchen.
Besonders alte und chronisch kranke Tiere haben es im Tierheim schwer.
Die Gabe von Spezialfutter oder Medikamenten ist in der Gruppenhaltung schwer.
Der Tierheimalltag bedeutet Stress für die Senioren.
Wir suchen dringend Pflegestellen oder ein Zuhause.
Bitte ruft uns einfach an. Manchmal setzt man sich oft mehr Ansprüche als notwendig. Viele alte Tiere sind mit einem ruhigen Einzelplatz mehr als zufrieden.
Bobby ist gerade einmal vier Jahre alt - und doch trägt er eine Last, die kaum in Worte zu fassen ist.
Vier Jahre lang lebte er bei einem älteren Mann. Als dieser aufgrund einer geplanten Operation ins Krankenhaus musste, informierte er niemanden. Niemand kümmerte sich um Bobby. Über eine Woche lang war der junge Rüde allein in der Wohnung - ohne Versorgung, ohne Ansprache, ohne Hilfe.
Erst aufmerksame Nachbarn bemerkten, dass sich noch ein Hund in der Wohnung befinden musste. Sie verständigten uns.
Als die Tür geöffnet wurde, fanden wir Bobby völlig auf sich allein gestellt. Ihn aus der Wohnung ins Auto zu bekommen, war bereits eine große Herausforderung. Bobby war panisch. Er trug mehrere Halsbänder übereinander, darunter auch ein Stachelhalsband. Ein Bild, das wir nicht vergessen können.
Im Tierheim angekommen, ging Bobby sofort nach vorne. Jeder Blick in seine Richtung löste Verteidigung aus. Selbst für unseren erfahrenen Hundetrainer war sein Wille sich aus purer Angst zu verteidigen ein ungewohntes Bild. Einen derart verunsicherten Hund, der grundsätzlich nicht ängstlich ist, sieht man selten. Scheinbar rechnet Bobby bei jeder geöffneten Tür und bei jeder Handbewegung mit negativen Konsequenzen. In ruhigen Momenten zeigt er Neugier. Er interessiert sich für Spaziergänge. Er sucht vorsichtig den Kontakt zum Menschen.
Aber sobald man ihn direkt anschaut, die Hand hebt oder Gegenstände in der Hand hält, schaltet Bobby in den Verteidigungsmodus. Es wirkt, als verbinde er Berührung mit Schmerz. Als hätte er gelernt, dass Nähe nichts Gutes bedeutet. Was dieser junge Kerl erlebt haben muss, können wir nur erahnen. Die Nachbarn berichten, man sei oft mit ihm weggefahren - doch was dort geschah, wissen wir nicht.
Was uns zusätzlich erschüttert: Sein ehemaliger Besitzer hat sich nie wieder nach ihm erkundigt.
Wir suchen für Bobby hundeerfahrene Menschen, die bereit sind, mit Geduld, Konsequenz und Herz an seinen Themen zu arbeiten. Menschen, die wissen, dass Vertrauen nicht eingefordert, sondern verdient wird.
Maulkorbtraining ist unumgänglich, dass niemand verletzt wird und er in Sicherheit lernen darf. Dafür braucht es Verständnis, Ruhe und den Willen, auch kleine Fortschritte zu feiern.
Bobby ist kein Hund für nebenbei. Er ist ein Hund für Menschen mit voller Einsatzbereitschaft. Für Menschen, die nicht nur den schwierigen Anfang sehen, sondern den wundervollen Kerl dahinter. In ihm steckt so viel Potenzial, so viel Sehnsucht nach echter Bindung und so viel ungelebte Lebensfreude.
Sein Verhalten gegenüber anderen Hunden und Katzen konnte bislang noch nicht getestet werden.
Bobby hat erlebt, wie es ist, vergessen zu werden. Jetzt suchen wir Menschen, die ihn nie wieder im Stich lassen.
(Pflegestelle Rüsselsheim, 65428)
💔 Simba - Zuhause dringender als je zuvor gesucht 💔
Eigentliche ist es gar nicht so schwer ein Zuhause für einen alten Hund zu finden. Auch nicht für einen blinden. Wir vermitteln regelmäßig Alte, Bissige und Blinde, doch Simba hat einfach nur Pech.
Simba kam ursprünglich aus Rumänien nach Deutschland. Hier fand er ein liebevolles Zuhause, doch nur nach wenigen schönen Monaten verstarb sein geliebtes Frauchen und der 13 Jahre alte Rüde landete wieder im Tierheim.
In Rumänien hatte er im Tierheim auf Grund seiner Blindheit schon schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden machen müssen.
Während sehende Hunde die Signale anderer Hunde erkennen und sich zurück ziehen können, ist dies für Simba nicht möglich und er wurde oft gebissen, wenn er anderen Hunden zu nahe kam.
Seitdem meldet er andere Hunde und wird unsicher, wenn sie in seine Nähe kommen.
Aus Angst, wieder gebissen zu werden, signalisiert er deutlich, dass sie Abstand halten sollen, was schnell als Unverträglichkeit verstanden werden kann.
Simba ist nicht unverträglich, er braucht einfach Zeit anderen Hunden zu vertrauen.
Ideal wäre natürlich ein Einzelplätzchen aber bei erfahrenen Haltern ist das mit etwas Geduld und Arbeit kein Muss.
Gerade greifen wir nach jedem Strohhalm, denn wahrscheinlich hat Simba nicht mehr viel Zeit.😔💔
Vor wenigen Tagen ging es Simba nicht gut und wir sind zum Tierarzt gefahren. Es wurden Schatten auf seiner Milz festgestellt, die Krebs sein könnten.
Eine endgültige Diagnose gibt es noch nicht.
Aber eines steht fest: Simba darf nicht im Tierheim sterben!
Bitte teilt den armen alten Kerl. Wir suchen dringend ein Hospizplätzchen. Dieses sollte mobil sein, um alle nötigen Tierarztfahrten ermöglichen zu können. Die Tierarztkosten werden wir übernehmen.
Simba ist mit ca. 53 cm ein kleiner Schäferhundmix, der noch sehr gern spazieren geht und sich gut an der Leine an seinen Menschen orientiert. Neben gemütlichen Spaziergängen mit ausgiebigen Schnüffeleinheiten liebt er es zu schlafen und zu Schmusen, so wie es sich für einen Hundeopi eben gehört. 🤭
Wer schenkt diesem armen alten Kerl ein Zuhause?
Wer übernimmt eine Patenschaft? Jeder Euro hilft uns, Simbas Tierarztkosten zu tragen.
Bitte teilt ihn uns gebt ihm die Chance ein letztes Zuhause zu finden. Er hat es so sehr verdient.🙏
Reda ist eine etwa 13-jährige, mittelgroße Hündin. Sie genießt ihre Ruhe und mag keine aufdringlichen Streicheleinheiten oder hektischen Trubel. Zudem ist sie eine eigenständige Persönlichkeit, die klare Kommunikation schätzt.
Mit anderen Hunden ist Reda freundlich und sozial, sowohl mit Rüden als auch mit Hündinnen. Sie kann gut als Einzelhund leben, fühlt sich aber ebenso in Gesellschaft ruhiger Artgenossen wohl.
Für Reda suchen wir ein entspanntes Zuhause ohne kleine Kinder, bei Menschen mit Einfühlungsvermögen, Geduld und Verständnis für ältere Hunde.
Ein ruhiges Zuhause und ein weiches Körbchen - damit ist Reda vollkommen zufrieden.
Wer schenkt Reda einen liebevollen Lebensabend?
Unsere liebe Sanny, geboren im Jahr 2015, ist eine ganz besondere Hündin, die mit ihrem freundlichen Wesen sofort alle Herzen im Sturm erobert. Sie ist sehr menschenbezogen und liebt es, immer in der Nähe ihrer Menschen zu sein. Streicheleinheiten kann sie gar nicht genug bekommen - Sanny ist äußerst verschmust und genießt jede noch so kleine Aufmerksamkeit in vollen Zügen.
Auch im Umgang mit anderen Hunden zeigt sie sich sozial und verträglich, sodass sie sich gut als Zweithund eignen würde oder sich auch in einem bestehenden Rudel wohlfühlt.
Sanny bringt eine angenehme Ruhe mit, ist aber dennoch gerne bei gemeinsamen Spaziergängen dabei. Ein bisschen Bewegung würde ihr auch guttun, denn ein paar Pfunde weniger würden ihr sicherlich nicht schaden - mit liebevoller Unterstützung lässt sich das aber ganz entspannt angehen.
Für Sanny wünschen wir uns ein liebevolles Zuhause, in dem sie ankommen darf und die Zuneigung bekommt, die sie so sehr verdient. Wer eine treue Begleiterin sucht, die mit viel Herz und Wärme durchs Leben geht, wird in Sanny eine wunderbare Freundin finden.
Die etwa zwei Jahre alte Katze Fluffy kam unter sehr traurigen Umständen zu uns. Ihre Besitzer brachten sie zum Tierarzt, weil es ihr schlecht ging. Dort wurde festgestellt, dass Fluffy an FIP erkrankt ist. Die Auslöser dieser Krankheit sind feline Coronaviren, die viele Katzen in sich tragen, ohne jemals krank zu werden. Tatsächlich sind sehr viele Katzen Corona-Träger, ohne dass man es ihnen ansieht oder sie jemals Symptome entwickeln. Auch reine Wohnungskatzen, denn viele Katzen infizieren sich bereits im Mutterleib.
Ähnlich wie bei HIV beim Menschen bricht die Krankheit nur bei einem sehr kleinen Teil der Tiere tatsächlich aus.
Bei Fluffy zeigte sich die Erkrankung durch Fieber und einen sogenannten Wasserbauch. Zum Glück gibt es inzwischen eine neue Behandlungsmethode, die sehr gute Erfolgschancen hat. Die Therapie dauert etwa 80 Tage und kostet rund 1.000 Euro. Leider wollten die damaligen Besitzer diese Kosten nicht übernehmen und entschieden sich stattdessen für eine Einschläferung.
Die behandelnde Tierärztin konnte das nicht zulassen und kontaktierte uns. Gemeinsam haben wir dafür gesorgt, dass Fluffy eine Chance auf Leben bekommt. Die Behandlung wurde begonnen und Fluffy hat sie sehr gut angenommen.
Fluffy ist eine liebe, freundliche Katze, die den Kontakt zu Menschen genießt. Sie kann nach Abschluss der Therapie problemlos vermittelt werden, idealerweise zu einer bereits vorhandenen Katze, die ebenfalls Träger des felinen Coronavirus ist. Nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung wird Fluffy keine gesundheitlichen Einschränkungen mehr haben und ganz normal leben können.
Nun sucht Fluffy ein Zuhause bei Menschen, die ihr zeigen, dass ihr Leben wertvoll ist und die ihr die Liebe geben, die sie so sehr verdient.
Lilly, 10 Jahre alt, kam ins Tierheim, da ihre Besitzerin verstorben ist. Lilly lebte bisher allein auf einem Grundstück und kennt es nicht angefasst zu werden. Sie lernt nun nach und nach das Laufen an der Leine und dass sie keine Angst vor Händen haben muss. Für Lilly wünschen wir uns erfahrene und geduldige Menschen in ländlicher Umgebung.
Manche Hunde brauchen keine große Bühne. Sie bellen nicht laut um Aufmerksamkeit, springen nicht fröhlich in die Kamera und buhlen nicht um Streicheleinheiten. Ana ist so eine Hündin – still, zurückhaltend und mit einem Blick, der Geschichten erzählt, für die es keine Worte braucht.
Ana ist etwa 10 Jahre alt und hat ihr bisheriges Leben auf der Straße in Rumänien verbracht. Ein hartes Leben, in dem sie gelernt hat, sich durchzuschlagen – leise, unauffällig, tapfer. Jetzt ist sie endlich in Sicherheit, in einer liebevollen Pflegestelle des Tierheims am See in Eisenhüttenstadt. Doch was ihr noch fehlt, ist ein richtiges Zuhause. Eines, das für immer bleibt.
Sie ist eine dunkle, etwas rundliche Hündin, eine „graue Maus“, wie man so schön sagt – nicht spektakulär, nicht auffällig, aber mit einem stillen, treuen Wesen, das berührt. Ana bringt keine besonderen Tricks mit. Sie spielt nicht mit Bällen, kennt keine Kunststücke und drängt sich nicht in den Mittelpunkt. Aber sie ist da. Und das genügt.
Was Ana sich wünscht, ist ein ruhiger Lebensabend – ein ebenerdiges Zuhause mit einem kleinen Garten wäre ideal. Menschen, die sie nicht verändern wollen, sondern sie einfach so lieben, wie sie ist. Menschen, die mit ihr gemütliche Spaziergänge unternehmen, ihr ein weiches Körbchen geben und sie spüren lassen, dass sie endlich angekommen ist.
Ana ist kein Hund für große Abenteuer – sie braucht keine Ausflüge in die Berge oder lange Wanderungen. Sie braucht Geborgenheit, Nähe und ein bisschen Geduld, um Vertrauen zu fassen. Wenn sie dieses Vertrauen einmal gefasst hat, ist sie ein leiser, treuer Begleiter, der einfach nur dazugehören möchte.
Sie hat so viel durchgestanden. Jetzt ist ihre Zeit gekommen, um endlich einmal im Leben sagen zu können: „Ich habe ein Zuhause. Und ich werde geliebt.“
